Mehr als Worte

Eine Debatte über die Ausmerzung rassistischer Begriffe in der Informatik ist willkommen. Es soll umfangreicher werden

Internet, Engineering, Editorial, Internet Engineering Task Force, Center for Democracy and Technology, Blocklist, Blacklist, Indian Express EditorialEinige Teilnehmer verließen diese Woche die Diskussion und sagten, sie sei zu giftig geworden.

Im Juli 2020 schlug die Internet Engineering Task Force, ein freiwilliges, internationales Internet-Standardisierungsgremium, vor, rassistische technische Begriffe wie Master, Slave, Blacklist und Whitelist abzuschaffen. Fast ein Jahr später wird die Debatte über den Vorschlag, der die Verwendung neutralerer Begriffe vorschlug, fortgesetzt, wobei einzelne Organisationen ihre eigenen Änderungen vornehmen und beispielsweise eine Zulassungsliste anstelle einer weißen Liste verwenden. Mallory Knodel, jetzt Chief Technology Officer des Washingtoner Center for Democracy and Technology, fordert, dass die Task Force selbst eine neutralere Sprache verwendet. Blocklist könnte erklären, was Blacklist tut, und Primary würde dasselbe für Master tun. Viele haben sie unterstützt, aber Knodel wird auch vorgeworfen, ein Wahrheitsministerium gebaut zu haben. Einige Teilnehmer verließen diese Woche die Diskussion und sagten, sie sei zu giftig geworden.

Eine Sprache ist so weitläufig wie die Gesellschaft, der sie dient, und unsere Gesellschaft muss eine Sprache haben, die mit ihr wächst. Wenn die Meister- und Sklaventerminologie der Technologie für einen Schwarzen anstößig ist, weil sie sie an eine schmerzhafte historische Realität erinnert, ist es nicht falsch, sie beispielsweise durch primär und sekundär zu ersetzen. Ebenso müssen geschlechtsspezifische, ableistische, kasteistische und queerphobe Begriffe identifiziert und durch eine einladendere Sprache ersetzt werden, nicht nur in der Technologie, sondern auch in anderen Bereichen.

Natürlich wird es Rückschläge geben. Als ESPNcricinfo kürzlich seine Umstellung auf eine geschlechtsneutrale Sprache mit Ersetzungen wie Batter (für Schlagmann) und Spieler des Spiels (für Mann des Spiels) ankündigte, machten die frauenfeindlichen Untertöne der folgenden Beschwerden deutlich, warum die Entscheidung getroffen wurde überhaupt benötigt. Es stimmt, eine Änderung der Terminologie wird Diskriminierung nicht über Nacht beseitigen, aber sie signalisiert die Absicht, Räume zu schaffen, die entgegenkommender sind. Und sinnvolle Veränderung kann nur stattfinden, wenn die ehemals Anderen den Raum haben, sie einzufordern.