Sehr schön!

Kasachstan fand „Borat“ einmal anstößig genug, um es zu verbieten. Jetzt ist klar, dass das Ziel der Satire jemand anderes ist

Die kasachische Regierung veröffentlichte ein kurzes Video, das mit der Veröffentlichung von Borat Subsequent Moviefilm am 23. Oktober zusammenfiel.

Als 2006 Borat: Cultural Learnings of America for Make Benefit Glorious Nation of Kasachstan (oder einfach Borat) veröffentlicht wurde, wurde es in Kasachstan umgehend verboten. Sacha Baron Cohens Titelfigur ist ein kasachischer Journalist, aber seine Darstellung hat keine Ähnlichkeit mit dem Land, seiner Kultur oder den Menschen. Viele in Kasachstan waren wütend auf die Karikatur in der Mockumentary – in der Borat echte Menschen interviewte, sich als Journalist ausgab und einige der Heucheleien des amerikanischen Lebens enthüllte. Die absichtlich anstößige Figur schilderte das Land auch als rückständig, feudal, zutiefst patriarchalisch und primitiv. Schnitt auf 2020, und das kasachische Tourismusministerium hat seine Einstellung gemäß dem Diktum geändert, nach dem PR-Profis und Donald Trump leben – es gibt keine schlechte Publicity.

Die kasachische Regierung veröffentlichte ein kurzes Video, das mit der Veröffentlichung von Borat Subsequent Moviefilm am 23. Oktober zusammenfiel. In dem Video sind Touristen zu sehen, die das Essen, die spektakuläre Naturschönheit und die Sehenswürdigkeiten des Landes genießen, und jeder von ihnen bewertet ihre Erfahrung als Sehr schön! – Borats Schlagwort. Es stellt sich heraus, dass der Tourismus im Jahr 2006 durch Borat einen Anstieg verzeichnete. Diesmal hat die kasachische Regierung klugerweise beschlossen, von der Fortsetzung zu profitieren, anstatt sie zu verbieten.

Tatsache ist, dass die Menschen in Kasachstan nicht das sind, was die Filme von Sacha Baron Cohen persifliert haben. Borats übertriebene Persönlichkeit ist nur der Haken – die Pointe kommt von den Mächtigen, der Elite der US-Gesellschaft und ihrem Rassismus und Sexismus. Ihre Anzüge sind besser, der Jargon ausgefeilter, aber in den Interviews mit der kasachischen Journalistin enthüllen sie ihre Bigotterie und bei Borat sagen sie sehr nett! zur Diskriminierung. Für die Filmemacher war Kasachstan eindeutig nur ein abgelegenes Land, in dem sie ihren Charakter gründen konnten. Aber in den USA, vor allem für konservative Politiker, hat der fiktive Journalist gezeigt, dass es vielleicht so etwas wie schlechte Publicity gibt.