Warum LSD ein bahnbrechender Film ist

Ab und zu kommt ein Film, der sich als Game-Changer erweist. Die Veröffentlichung dieser Woche, Love Sex Aur Dhokha (LSD), ist eine davon.

Ab und zu kommt ein Film, der sich als Game-Changer erweist. Die Veröffentlichung dieser Woche, Love Sex Aur Dhokha (LSD), ist eine davon. Es ist ein Muss für alle Bollywood-Zyniker und -Hasser. Es gibt 10 solide Gründe.

Einer. Meines Wissens (und auch Googles) ist dies der erste Hindi-Film mit dem Wort „Sex“ im Titel. Und hey, es ist überhaupt nicht schmuddelig.

Zwei. Es wird von Ekta Kapoor produziert. Ja, sie gehört zu den regressiven Serien, die bisher mit Namen wie Tulsi und Parvati in Verbindung gebracht wurden. Lektion: Beurteile ein Buch nicht nach seinem Einband.



Drei. Nach Khosla Ka Ghosla und Oye Lucky Lucky Oye beweist Regisseur Dibakar Banerjee einmal mehr, dass er seine New Young India Mittelschicht kennt. Er weiß um ihre Bestrebungen und ihre Knicke. Zweifellos wird die Welt von Dibakar für einige Onkeljis und Tanten ein Kulturschock sein. Aber dann beißt die Realität immer. In diesem Fall kommt die Realität wie ein elektrischer Schlag.

Vier. Der Soundtrack von LSD, komponiert von der überaus talentierten Sneha Khanwalkar – der einzigen weiblichen Musikkomponistin auf der heutigen Runde – ist pure Freude. Es hat ein rustikales Club-Feeling. Sneha hat auch einen neuen Sound ausprobiert, indem sie Englisch mit Rajasthani-Volk verschmolz. Und da Dibakar die Texte selbst geschrieben hat, kann man mit Sicherheit sagen, dass Zeilen wie Tu Gandi (die Zensoren haben das ursprüngliche Wort 'nangi') Achchi Lagti Hai und Love Sex Aur Dhokha Darling Love Sex Aur Dhokha bald Teil werden unserer kulturellen DNA.

Fünf. Apropos Zeilen, Dibakar übertrifft sich selbst mit Dialogen in LSD. Sei es die Art, wie er im normalen Alltagsgespräch die „Schwester-Missbräuche“ einschlüpft oder wie er jedem seiner Charaktere einen einzigartigen Sprachton verleiht, Dibakars Dialoge sind wirklich die Art, die wir im wirklichen Leben sprechen. Mein Favorit: Junge an seine Freundin: Ek toh tu kaali hai upar se taar jaisi lambi.

Sechs. Dibakars Darstellung von Delhi lässt Sie sich in die Hauptstadt verlieben. Sogar die zwielichtigen Bereiche – insbesondere die zwielichtigen Bereiche. Sheila Dixit sollte Dibakar beauftragen, vor den Commonwealth-Spielen ein Werbevideo über Delhi zu drehen. Niemand weiß, wie man Dilli besser verkauft.

Sieben. Auf Skriptebene hat Dibakar die jüngsten Nachrichtenereignisse genial in die Erzählung eingewebt. Sei es der Dalit-Faktor, der MMS-Skandal, der Blue-Film-Racket, die Casting-Couch, die Stacheloperationen oder die Angelegenheit der Ehrenmorde, LSD ist eine Auffrischung der dysfunktionalen Realität des modernen Indiens. Es spiegelt die voyeuristischen Tendenzen unserer Gesellschaft mit unerschütterlicher Klarheit wider.

Acht. Sehen Sie sich den Film für die Newbie-Schauspieler an, die einige der Superstars schlecht aussehen lassen. Anshuman Jha, Shruti, Raj Kumar Yadav, Neha Chauhan, Arya Banerjee, Herry Tangri und Amit Sial sind Namen, an die ich mich erinnern werde. Versprich mir Dibakar, dass du niemals mit den sogenannten Stars arbeiten wirst.

Neun. Es gibt eine großartige Szene im Film. Es ist der, bei dem Neha zusammenbricht. Dibakar hat die gesamte Szene aus der Schulterperspektive gedreht. Sie sehen das Gesicht des Mädchens überhaupt nicht, hören nur ihr unablässiges Schluchzen und sehen ihre wiegenden Schultern. Aber der Schmerz, der rüberkommt, ist schmerzlich aufschlussreich. Das ist eine tolle Richtung. Und super schauspielerisch.

Zehn. Die Technik ist neu. Der Film wird aus der Sicht einer dritten Person mit Hilfe digitaler Technik erzählt. Camcorder, CCTVs und Spycams bereichern die Welt des Films. Ausnahmsweise bekommen wir einen Film, der wirklich hatke ist.